01/02/2012

Tauschmob

“Hey, das klingt nach einer guten Idee!”, dachte ich mir, als ich vom Tauschmob hörte. Jeder bringt alte, gut erhaltene Dinge mit und tauscht nach belieben mit anderen Personen. Klingt wie eine Klamottentauschparty, nur mit Gegenständen jeglicher Art. Bei den Klamotten funktionierts, warum sollte es also nicht auch mit anderen Gegenständen klappen?

Als ich mir die Sache genauer ansah, erkannte ich, dass es sich nur um eine Marketingaktion von netcycler handelt. Netcycler hätte gerne mehr tauschwillige Personen auf seiner Webseite und veranstaltet darum einen Tauschmob in Wuppertal. Mitmachen kann man jedoch nur, wenn man sich zuvor auf der Webseite angemeldet hat…

Schade. Ich hätte eine offene Veranstaltung begrüßt, die keine komplizierten Anmelde- und online-Tauschverfahren voraussetzt… Naja, vielleicht ist es ja nur eine Frage der Zeit, bis sich “offene” Tauschmobs (deutschlandweit) durchsetzen.

Tauschmob in Wuppertal
Samstag, 11. Februar 2012, 14 – 17 Uhr
auf dem Kirchplatz, Wuppertal-Elberfeld
Milia’s Coffee, Café CityKirche und GEPA Weltladen

18/09/2011

Containern

Containern, so wird die Mitnahme von Lebensmitteln (und anderen Produkten) aus Abfallcontainern bezeichnet. Containert wird überall dort, wo es etwas zu holen gibt: Also meist in den Abfallbehältern der Supermärkte.

Ich möchte hiermit ausdrücklich darauf hinweisen, dass das Containern in Deutschland verboten ist. Der Abfall gehört dem Besitzer, so lange er sich in der Mülltonne des Besitzers befindet. Anschließend gehört er der Müllabfuhr.

Trotz allem ist dieses Phänomen immer wieder interessant. Und es ist erstaunlich, wie viele gut erhaltene Dinge weggeworfen werden. Daher zeige ich euch heute einige Internetseiten und Videos zum Thema:

In diesem Forum könnt ihr euch über alle Themen rund ums Containern austauschen und Gleichgesinnte finden: http://www.containern.de/

Artikel und Nachdenkliches zum Thema: http://www.dumpstern.de/

Blog mit vielen eindrucksvollen Bildern: http://container.blogsport.de/

Videos zum Containern:
Beitrag von Planet-Schule
Beitrag auf Arte

11/09/2011

TASTE THE WASTE

Diese Woche ist der Film “TASTE THE WASTE” in die Kinos gekommen. In diesem Film geht es um all die Lebensmittel, die täglich im Müll landen. Passend zum Film gibt es eine Homepage sowie verschiedene Veranstaltungen in den unterschiedlichsten Städten.

04/09/2011

My Zero Waste

Nicht nur in Deutschland gibt es Familien, die sich darum bemühen, möglichst wenig Müll zu produzieren. Eine Familie aus England beschäftigt sich ebenfalls mit diesem Thema und hat dazu eine sehr umfangreiche Internetseite erstellt. Dort findet ihr Recyclingideen, Tipps zur Müllvermeidung, nachdenkliche Texte (zum Beispiel zum Thema “Was passiert eigentlich mit den roten Nasen vom Red-Nose-Day?”) und vieles mehr. Viel Spaß beim Stöbern!

28/08/2011

Der Mann ohne Restmüll

Im Greenpeace Magazin erschien ein interessanter Artikel über Carl Rheinländer, den Mann ohne Restmüll. Dort findet ihr auch genaue Angaben darüber, wie jeder von uns Restmüll vermeiden oder recyceln kann.

21/08/2011

Cradle to cradle

Ein schöner Film zum Thema “Cradle to cradle”: Nie mehr Müll

14/08/2011

Mein eigener Komposthaufen

Ein Komposthaufen ist kurz gesagt ein kleiner, meist durch Bretter oder ähnliches abgegrenzter Haufen, auf dem all die Küchenabfälle landen, die übers Jahr so anfallen. Das ist praktisch… und ganz nebenbei entsteht wertvolle Erde.

Doch wie legt man so einen Komposthaufen eigentlich richtig an?

Um Ärger mit dem Nachbarn zu vermeiden, ist ein Mindestabstand von 0,5 Metern zum Nachbargrundstück einzuhalten.

Aus Holzbrettern wird ein Rahmen gebaut. Bausätze gibt es in jedem Baumarkt, man kann aber auch einfach selber kreativ werden. Ganz unten werden Äste und Zweige eingefüllt, so dass eine gute Durchlüftung stattfinden kann. Darauf wird das zu kompostierende Material geschichtet.

Und was darf ich auf dem Komposthaufen entsorgen?

Grundsätzlich alle Küchenabfälle wie Kaffeesatz, Obst- und Gemüseschalen, Kerne und ähnliches, Mist von Stall- und Haustieren, sowie Gartenabfälle. Fleischreste gehören nicht auf den Komposthaufen, da sie unangenehm riechen können und Tiere wie Ratten und Füchse anlocken.

Wann ist der Kompost vollständig verrottet und wie komme ich an die Erde ran?

Die Verrottung dauert etwa ein Jahr. Somit ist es sinnvoll, den Kompost etwa einmal im Jahr umzuschichten. Bevor die Erde im Garten verteilt wird, sollte sie einmal durchgesiebt werden. (Bei diesem Vorgang findet man auch alle verschollenen Küchenmesser wieder.)

Wer besonders viel Platz hat, kann zwei Komposthaufen nebeneinander anlegen. Zunächst wird nur der erste Komposthaufen genutzt. Beim Umschichten werden die unverrotteten Teile auf den zweiten Komposthaufen geworfen. So fällt das Umschichten viel leichter. Anschließend benutzt man den zweiten Komposthaufen, bis wieder umgeschichtet wird.

Was habe ich davon?

Zunächst mal erhält man wertvolle Erde mit vielen Nährstoffen, die dem eigenen Garten zu Gute kommen.

In vielen Fällen wird die grüne Tonne überflüssig. Man kann also einiges an Müllgebühren sparen. Daneben bieten einige Städte weitere Gebührennachlässe, wenn man einene eigenen Komposthaufen besitzt.

Einige Städte bieten Fachberatung im Bereich Kompostierung an. Zum Teil sogar kostenlos! Andere Städte fördern die Eigenkompostierung durch Zuschüsse beim Kauf von Kompostbehältern.

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Das könnte dich außerdem interessieren: Müllgebühren

07/08/2011

Müll vermeiden

In den letzten Wochen habe ich viel über Müllentstehung, Transport, Abfallsysteme und ähnliches geschrieben. Ein wichtiger Aspekt fehlt noch: Die Müllvermeidung!

In deutschen Haushalten wird etwa 500 kg Müll pro Einwohner und Jahr produziert. Das Umweltbundesamt schätzte das Vermeidungspotential auf etwa 45%. Als realistisches Vermeidungspotential werden 5 bis 15% angesehen.

Doch an welchen Stellen können wir am meisten sparen?

Ich persönlich habe festgestellt, dass ich Papiermüll vermeiden kann, wenn ich das Papier beidseitig beschreibe, unnötige Zeitungs- und Zeitschriftenabos abbestelle usw. Daneben kann ich viel Verpackungsmüll sparen, wenn ich schon beim Einkauf auf unnötige Verpackungen achte.

Die Experten nehmen an, dass die größten Einsparpotentiale im Bereich des organischen Abfalls und des Verpackungsabfalls liegen. Oder anders ausgedrückt: Man sollte bereits beim Einkauf unnötigen Verpackungsmüll vermeiden und einen eigenen Komposthaufen anlegen! (Wie das geht, erkläre ich euch nächste Woche)

Interessant finde ich außerdem die Unterscheidung der Experten in quantitative (also mengenrelevante) und qualitative (sprich schadstoffrelevante) Abfallreduzierung. Ein eigener Komposthaufen und ein umweltfreundliches Einkaufsverhalten können den Müllberg reduzieren. Das ist gut. Doch daneben gilt es, auf giftige Stoffe zu achten und diese zu vermeiden. Kleber, Farben, Lacke, und so weiter.

Sondermüll wird in Deutschland entweder bei besonders hohen Temperaturen verbrannt oder landet auf der Sondermülldeponie.

Damit dürfte nun klar sein, an welchen Stellen man schnell und gezielt Müll einsparen kann. Wer noch weiter gehen will, kann außerdem über folgende Dinge nachdenken:

Wie viele Lebensmittel werden in meinem Haushalt weggeschmissen? Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelmüll gibt der Ernährungs-Blog.

Wie viel Sperrmüll produziere ich? Und kann ich die Gegenstände nicht stattdessen verschenken, in einer Tauschbörse anbieten oder spenden (Google hilft euch weiter, wenn ihr “Möbelspende + [Name eurer Stadt]” eingebt)?

31/07/2011

Öffentliche Abfalleimer

Nicht nur zu Hause wird Müll produziert, auch draußen auf der Straße oder im Park. Praktischerweise gibt es dafür Abfalleimer, die überall dort aufgestellt sind, wo Müll anfallen könnte. Sogar mitten im Wald.

Als ich neulich im Park war, fragte ich mich, wie das mit den Abfalleimern überhaupt funktioniert. Ich blickte mich um und sah hunderte Menschen, die angesichts des schönen Wetters nichts besseres zu tun hatten, als gemütlich zusammenzusitzen, zu grillen und einen großen Haufen Müll zu hinterlassen. Die Abfalleimer quollen nicht nur über, daneben häuften sich die Plastikbeutel…

Ich fragte mich, wie oft die Eimer geleert werden und wer das alles bezahlt. Außerdem wollte ich wissen, wie viel Müll man überhaupt in einen solchen Eimer werfen darf. Gibt es da Bestimmungen? Darf ich nur mein gebrauchtes Taschentuch hineinschmeißen? Oder auch den Pappteller, den Pappbecher, die drei übrig geblieben Würstchen, die leeren Flaschen, die Verpackungen, …?

Meine Recherchen ergaben mal wieder, dass es keine einheitliche Antwort gibt. Wie immer beim Thema Müll wird die Ausgangslage analysiert und ein individuelles Konzept erstellt. So kann es sein, dass die Abfalleimer in der Fußgängerzone einer Großstadt mehrmals täglich geleert werden, während die Abfalleimer im Wald höchstens einmal in der Woche geleert werden.

Es gibt sogar Städte, in denen der Bürger per Anruf die Leerung eines bestimmten öffentlichen Abfalleimers veranlassen kann.

Ebenso verhält es sich mit dem Müll, den der Bürger dort entsorgen darf. In einigen Städten ist man froh, wenn möglichst viel Müll im Abfalleimer landet, so dass die Straßen sauber bleiben. Zu diesem Zweck sind viele Städte bereit, die Mülleimer mit einem besonderen Design auszustatten, eine Plakatkampagne zum Thema zu starten oder sprechende Mülleimer aufzustellen, die sich bedanken oder lustige Geräusche machen, sobald man etwas hineinschmeißt.

Andererseits ist es verboten, seinen Hausmüll in den öffentlichen Abfalleimern zu entsorgen. Dafür sollte man die eigene Mülltonne verwenden.

24/07/2011

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