25/11/2013

Was ich sonst so mache…

“Was machst du eigentlich, wenn du gerade keine Blogbeiträge schreibst?” Diese Frage höre ich immer wieder. Heute möchte ich euch von zwei aktuellen Projekten berichten:

1. Designs für Coromandel

Ich erstelle Designs für das Klamotten-Label Coromandel. Die Jungs von Coromandel verkaufen nachhaltige Bio-Kleidung mit exklusiven Designs von Designern aus aller Welt, denen die Nachhaltigkeit besonders am Herzen liegt. Schaut doch mal rein unter www.coromandelfashion.com

Hoodie_Luftraum

2. Kursangebot Recyclingbasteln

In der Bleiberger Fabrik in Aachen könnt ihr mich als Dozentin erleben. Dort gebe ich Kurse im Recyclingbasteln und bald auch Workshops, in denen ihr lernen könnt, wie man Recyclingschmuck herstellt.

07/03/2013

Upcyclingmarkt

Nachdem ich immer wieder über Ideen zum Recyclingbasteln und zum Upcycling gebloggt habe, kam bei meinen Lesern die Frage auf, ob man Upcyclingprodukte eigentlich auch irgendwo käuflich erwerben. Ja, kann man. Schaut doch mal im Öko- und Upcyclingmarkt vorbei!

19/02/2013

Leserfrage: Ökokleidung von C&A oder H&M?

Immer wieder fragen mich meine Leser, wie sie echte Ökoprodukte von billigen “Halb-Ökoprodukten” unterscheiden können. Dabei tauchte unter anderem die Frage auf, wie klimafreundlich die Ökokleidung von C&A und H&M ist.

Ci Romero hat (neben einigen anderen Modefirmen) C&A und H&M unter die Lupe genommen. Dabei ging es nicht nur um ökologische Kriterien, sondern auch um die sozialen Standards. Ich denke, die Übersicht bietet gute Anhaltspunkte, um sich selbst ein Bild zu machen.

Aus meiner Sicht ist die Ökokleidung von C&A und H&M ein Schritt in die richtige Richtung, doch es geht sicherlich noch besser… aber das brauche ich euch ja nicht mehr erzählen :-)

15/01/2013

Was bedeuten all die E-Nummern?

“Was bedeutet eigentlich E 251?”

“Kannst du mir nicht mal schnell sagen, wofür das E dreihundertsonstwieviel auf meinem Fertiggericht steht?”

“Warum nennt man Apfelsäure eigentlich auch E 296?”

Gute Fragen… doch leider bin ich kein wandelndes Lexikon und habe all die vielen E-Nummern nicht auswendig gelernt. Daher kann ich euch nur weiterverweisen: Die Internetseite was-ist-drin.de hilft euch innerhalb von Sekunden alle möglichen E-Nummern nachzuschlagen. Hier findet ihr alle wichtigen Hinweise und Anmerkungen zum jeweiligen Inhaltsstoff.

(Als ich diesen Artikel schrieb, ist mir übrigens aufgefallen, dass es in meiner Kücher keine einzige Verpackung mit E-Nummer gibt.)

15/11/2012

Produkte ohne Palmöl

Vor einigen Monaten erhielt ich eine Leserfrage, die mich mächtig ins Schwitzen brachte. Es ging darum, ob es eine Margarine ohne Palmöl gibt. Ich habe überall herumgefragt und selber nachgeforscht, doch ich konnte kein Produkt finden, das den Anforderungen gerecht wurde.

Jetzt habe ich eine Seite entdeckt, die auf der Suche nach palmölfreien Produkten behilflich ist: Umweltblick. Sehr interessant finde ich auch die Auflistung von Inhaltsstoffen, welche auf die Verwendung von Palmöl hinweisen können.

30/11/2011

Leserfrage: klimafreundliche Bindung

Vor Kurzem erreichte mich folgende Leserfrage: “Kennst du eine Möglichkeit, Papier möglichst klimafreundlich zu (ver)binden?”

Bei solchen Fragen wende ich mich normalerweise an die Buchbinderin meines Vertrauens. Diese half mir auch bei der speziellen Bindung meiner Diplomarbeit, die aus einer Mischung zwischen Klebebindung und Bindung mit Hilfe von Buchbinderschrauben bestand.

Bei Kleinstauflagen kann man experimentelle Lösungen finden.

Die klimafreundlichste Bindung ist wahrscheinlich das lose Zusammenlegen der Druckbögen, so wie es bei einer Zeitung der Fall ist.

Handelt es sich um ein kleineres Heftchen, so könnte man eine Fadenheftung nehmen. Dabei werden die Seiten nur durch einen Faden zusammengehalten (nicht durch einen Faden in Kombination mit Leim). Diese Heftung findet man bei kleineren Heften, manchmal auch bei Schulheften.

Handelt es sich um eine kleine Auflage, kann man die Fadenheftung selbst herstellen, indem man sehr kleine Löcher durch den Buchblock bohrt und den Faden hindurchfädelt.

Welche umweltfreundliche Art der Bindung kennst du außerdem?

09/09/2011

Öko Webhoster

Heute erreichte mich eine weitere Leserfrage: “Hast du einen Webhosting Anbieter gefunden, der seine Server mit Ökostrom betreibt? Benutzt du selber so ein Angebot? Kannst du mir solche Dienste empfehlen?”

Seit der ersten Stunde bin ich Kunde bei netroom und ich bin sehr zufrieden damit. Vor recht genau einem Jahr habe ich schonmal darüber berichtet.

18/08/2011

Leserfrage: Energieverbrauch des Internets

Ohje, eine Leserfrage, die ich nicht zum ersten mal höre: “Wie viel Energie verbraucht eigentlich das Internet?”

Im Internet selbst kursieren diverse Behauptungen:

- “eine Anfrage bei Google kostet vier Watt Strom pro Stunde

- “ein Jahr lang eine Identität in der Second-Life-Welt zu pflegen, entspricht dem durchschnittlichen jährlichen Stromverbrauch eines Brasilianers”

- “1000 Google-Anfragen erzeugen so viel CO2, wie ein Auto auf einem Kilometer Fahrt ausstößt”

- …

Ich könnte ewig so weitermachen. Doch mal ehrlich: Was davon ist wahr? Wer hat das wie berechnet? Und geht es nicht eigentlich nur darum, erstaunliche (bis unglaubwürdige) Zahlen und Vergleiche zu liefern?

Das alles macht es mir nicht leichter, die Leser-Frage zu beantworten.

Deshalb verweise ich an dieser Stelle auf den Nachhaltigkeitsblock, der sich regelmäßig ausführlich mit dieser Frage beschäftigt.

Viel Spaß beim Lesen!

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22/06/2011

Kraftwerke abschalten

Nach Fukushima erreichen mich immer mehr Fragen rund ums Thema Kernenergie. Häufig geht es darum, ob und wann wir in Deutschland Kraftwerke abschalten können. Das klingt dann beispielsweise so: “Wenn wir alle so viel Energie sparen würden wie möglich, wie viele Kraftwerke könnten wir dann sofort abstellen?”

Leider ist die Frage etwas ungenau gestellt. Denn was bedeutet “so viel Energie sparen wie möglich”? Natürlich wäre es möglich, ganz ohne Strom zu leben. Dann könnten wir alle Kraftwerke abschalten. Doch wollen wir das?

Wahrscheinlich will der Leser auf eine andere Tatsache hinaus: Wenn es so einfach möglich war, acht Atomkraftwerke vom Netz zu nehmen, wie viele könnten wir dann erst vom Netz nehmen, wenn wir alle etwas sparsamer leben würden?

Der Leser fragte weiter, ob es dazu bereits Studien gäbe. Die gibt es sicher, doch sind mir leider keine bekannt. Daher gebe ich die Frage gerne weiter: Wer kennt entsprechende Studien oder Texte, die zur Klärung der Frage beitragen können?

Auch nach etlichen Stunden Recherche bin ich nicht in der Lage, solche Fragen zufriedenstellend zu beantworten. Dafür habe ich einige interessante Fakten zusammengetragen. Diese stelle ich euch heute als eine Art Wissens-Basis vor:

Laut BMWi lag der Energieverbrauch in Deutschland 2010 bei 14.012 Petajoule. [1] Von diesem Wert werden nicht-energetischer Verbrauch, Umwandlungsverluste, Eigenverbrauch im Energiesektor und statistische Differenzen abgezogen. Allein die Umwandlungsverluste machen etwa 27% aus. [2] Übrig bleibt der Endenergieverbrauch, der sich wiederum in die Bereiche “Verkehr”, “Gewerbe, Handel, Dienstleistungen”, “Industrie” und “Haushalte” unterteilt. Auf wikipedia findet ihr eine anschauliche Grafik dazu.

(Bereits an diesem Punkt wird klar, wie komplex die Frage eigentlich ist. Wir können im Haushalt sparen, aber auch etwas im Bereich Verkehr verändern. Achten wir auf unser Kaufverhalten, so hat dies Auswirkungen auf die Bereiche “Gewerbe, Handel, Dienstleistungen” und “Industrie”. Doch wie weit reichen diese Auswirkungen? Immerhin sind Handel und Industrie weltweit tätig. Die deutschen Unternehmen könnten ihre Waren exportieren. Meine Betrachtungen beziehen sich aber nur auf Deutschland. Die nächste Frage dürfte sein, ob sich große Einsparungen im Bereich Haushalt auch bei den Umwandlungsverlusten bemerkbar machen. Ob es quasi eine doppelte Einsparung gibt.)

Ich werde mich nun auf die Haushalte beschränken. Im Jahr 2009 lag der Energieverbrauch der Haushalte bei 656 Milliarden Kilowattstunden. Der durchschnittliche Energieverbrauch je Haushalt betrug damit 16320 Kilowattstunden. [3] Den größten Anteil macht dabei die Raumwärme aus. Laut statitischem Bundesamt lag der Anteil der Raumwärme im Jahr 2006 bei 74%. [4]

(Vielleicht macht diese Tatsache nachdenklich. Vielleicht wäre es sinnvoller, über diesen Aspekt genauer nachzudenken, ehe man sich um “Kleinigkeiten” wie Energiesparlampen kümmert?)

So weit das Basiswissen. Bei allen weiteren Fragen muss auch ich mich auf die Zahlen, Studien, Texte und Filme anderer verlassen. Da es so viele unterschiedliche Meinungen zum Thema gibt, versuche ich, mich möglichst umfassend zu informieren und möglichst viele, verschiedene Quellen miteinzubeziehen.

Hier ein Film der ARD zur aktuellen Lage, zu Fragen wie “Wann werden wir in Deutschland das letzte Atomkraftwerk abschalten?” und “Ist Ökostrom wirklich teurer?”

[1] http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Presse/pressemitteilungen,did=374818.html

[2] http://www.umweltbundesamt-daten-zur-umwelt.de/umweltdaten/public/theme.do?nodeIdent=2326

[3] http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/10/PD10__372__85,templateId=renderPrint.psml

[4] http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/STATmagazin/Umwelt/2008__12/PDF2008__12,property=file.pdf

28/03/2011

Bio-Lebensmittel – wo anfangen?

Heute möchte ich eine oft gestellte Leserfrage beantworten: “Ich möchte gerne Bio-Lebensmittel kaufen. Wo soll ich anfangen? An welcher Stelle kann ich weiterhin auf konventionelle Lebensmittel zurückgreifen?”

Viele Verbraucher scheuen sich vor einem kompletten Umstieg auf Bio-Lebensmittel, da diese oftmals etwas teurer sind als Lebensmittel vom Discounter. Beschließt der Verbraucher, auf eine Auswahl an Bio-Lebensmitteln zurückzugreifen und ansonsten bei konventionellen Lebensmitteln zu bleiben, so stellt sich schnell die Frage, welche Bio-Lebensmittel gekauft werden sollen. Gibt es Produkte, die eine besonders positive Klimabilanz aufweisen? Wo gibt es die größten geschmacklichen Unterschiede? Gibt es besonders preiswerte Bio-Produkte?

Ich denke, jeder muss diese Frage für sich selbst beantworten. Es gibt nicht DIE Antwort (also beispielsweise “Du musst unbedingt Bio-Milch kaufen, aber an Bio-Tomaten darfst du gerne vorbeigehen.”)

Hier ein paar Anregungen zur Entscheidungsfindung:

Der eigene Geschmack

Zunächst einmal würde ich dem eigenen Geschmack vertrauen. Viele Bio-Supermärkte bieten regelmäßig kostenlose Verkostungen ihrer Produkte an. Auf diese Weise kann man neue Produkte kennenlernen. Zum Beispiel die Brotaufstriche von Zwergenwiese.

Wer es sich leisten kann, sollte sich einmal kreuz und quer durch das Bio-Sortiment naschen, um persönliche Highlights auszumachen. Hat man sein neues Lieblingsprodukt gefunden, fällt es leichter, eine Entscheidung für dieses Bio-Produkt und gegen andere Bio-Produkte zu treffen.

Vertrauenswürdige, kleine Verkaufsplattformen finden

Der Bio-Supermarkt um die Ecke hat ein großes Sortiment. Dort wird man fast erschlagen, wenn man sich nur auf ein oder zwei Produkte konzentrieren möchte. Einfacher fällt die Wahl, wenn man eine kleine Verkaufsplattform besucht.

Zum Beispiel einen Hofladen. Hier findet man unter Umständen nur eine Hand voll Obst- und Gemüsesorten. Passend zur Saison. Bezieht man nun noch seinen Geschmack mit ein, fällt die Wahl ganz leicht.

Ein anderes Beispiel ist der kleine, gemütliche Bio-Bäcker. Auch wenn man sich lediglich auf Bio-Brot und Bio-Gebäck beschränkt, gibt es sehr viel zu entdecken. Und die Entscheidung fällt wesentlich leichter…

Beschränkung auf Obst und Gemüse

Die Idee, erst mal im Bereich Obst und Gemüse auf Bio-Lebensmittel umzusteigen, finde ich persönlich sehr gut, denn sie bietet einige Vorteile.

Zum einen können diese Produkte direkt aus der Region bezogen werden und sind damit  oftmals genauso preiswert wie die konventionellen Produkte. (Natürlich spreche ich schon wieder vom Hofladen.)

Zum anderen kann Bio-Obst und -Gemüse einzeln gekauft werden, während Obst und Gemüse im Supermarkt oft in großen Verpackungen abgegeben wird. Wer braucht schon 2 kg Möhren auf einmal? Bio-Möhren gibt es auch einzeln.

Das Obst- und Gemüsesortiment ist im Bio-Bereich weit gefächert. Hier findet man Sorten, die man sonst nicht findet. Ein großer Vorteil!

Der Preisvergleich

Wer sich immer noch nicht entscheiden kann, kann einen Preisvergleich anstellen. Meine Vorgehensweise wäre wie folgt: Ich notiere mir einige Produkte, die in Frage kommen, und vergleiche die Preise im angestammten Supermarkt mit denen im Bio-Markt.

Besonders günstige Bio-Produkte können sein: Zitronen, Spezialprodukte (die es auch im normalen Supermarkt kaum zu kaufen gibt), Pesto, Obst und Gemüse der Saison, … findet es selbst heraus! ;)

Falls ihr ebenfalls Misch-Einkäufer seid: Wie habt ihr die Entscheidung getroffen, welche Lebensmittel aus der konventionellen Erzeugung stammen sollen und welche lieber Bio sein sollen? Ich bin gespannt auf eure Meinung…

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