25/08/2016

Was braucht mein Baby wirklich? – Liebe, Zuneigung und die Erstlingsbox

Als werdende Mama stand ich vor einigen Jahren vor der Frage, was ich alles für mein erstes Kind anschaffen sollte. Wie viele Strampler braucht mein Kind? Müssen es tatsächlich Feuchttücher sein oder reichen nicht auch einfache Waschlappen? Welches Spielzeug wird mein Kind wohl mögen? Und welche Produkte sind überhaupt ökologisch sinnvoll?

Ich fragte Freunde und Familie, durchforstete entsprechende Listen im Internet, hörte mir die Ratschläge meiner Hebamme an… Daneben prasselten die Werbeversprechen unterschiedlicher Hersteller auf mich ein.

Zur Geburt bekam ich die unterschiedlichsten Dinge geschenkt. Leider kamen diese gar nicht alle zum Einsatz. Es war schlichtweg zu viel! (In meinem Fall waren es zu viele Pflegeprodukte und Spieluhren. Bei Freunden zu viele Strampler.)

Als meine Tochter endlich da war, stellte ich fest, dass Waschlappen durchaus reichen und dass zerschnittene Spucktücher sogar noch besser funktionieren als die üblichen Feuchttücher. Außerdem wurde schnell klar, dass mein Kind unheimlich gerne mit Alltagsgegenständen spielte und meine selbstentworfenen Spielzeuge mit strahlenden Augen annahm. In der Summe lässt sich also feststellen: Weniger ist mehr!

Heute möchte ich euch ein Projekt der dreifachen Mutter Susanne Mierau vorstellen, die genau diesen Grundgedanken aufgegriffen hat: Die Erstlingsbox! In der Erstlingsbox sind all die Dinge enthalten, die ein Baby in den ersten Monaten benötigt. Und das Beste daran: Die wenigen Dinge, die tatsächlich in der Box gelandet sind, sind langlebig und nachhaltig. Sowohl Bodies als auch Hose können mitwachsen. Die Kleidung besteht überwiegend aus Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau. Das einzige Spielzeug, welches seinen Weg in die Box gefunden hat, besteht aus Vollholz. Vollholz ist nicht nur aus ökologischer Sicht ein tolles Ausgangsmaterial, sondern auch bezüglich der Sicherheit eurer Kinder (Erinnert ihr euch an meinen Artikel “Kinderspielzeug selber machen – aber sicher!“?)

Susanne Mierau liefert auch gleich noch eine Idee für gelungene, sinnvolle und ökologisch korrekte Geburtsgeschenke mit: Sie hat den Gedanken “Zeit statt Zeug” auf das Wochenbett übertragen. Das Ganze kommt in Form eines Postkartensets daher. Mit Hilfe dieser Postkarten können sich die werdenden Eltern von ihren Freunden und Verwandten das wünschen, was sie in der Zeit des Wochenbetts tatsächlich brauchen: Gutscheine für gekochtes Essen, einen Babysitter oder eine Aufräumhilfe.

Falls ihr dieses Projekt genauso unterstützenswert findet wie ich, schaut doch einfach mal auf Startnext vorbei!

Copyright © 2012 Anke Goodwin - Klimaschutz-Selbstversuch - Alle Rechte vorbehalten

Powered by WordPress