18/05/2014

Tipp
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Tipp der Woche: Für alle, die zu viele Klamotten kaufen

Auf das Klima zu achten, heißt auch, weniger zu konsumieren. Hier in Deutschland ist es (meiner Meinung nach) oft so, dass wir zu viele Klamotten kaufen. Dies mag insbesondere Frauen betreffen. Ich staune immer, wenn ich eine Schuhsammlung sehe, die mehr als 50 Paar Schuhe umfasst. Aber das scheint keine Seltenheit zu sein…

Falls ihr euch zufällig vorgenommen habt, in Zukunft weniger Klamotten zu kaufen, oder falls ihr eure Konsumgewohnheiten einfach mal überprüfen wollt, kommt hier das ultimative Werkzeug dafür!

Legt euch mit Hilfe eines Tabellenkalkulationsprogramms eine Tabelle an, in der ihr alle neuen Kleidungsstücke (oder andere Konsumartikel) eintragt. Notiert euch auch den Preis des jeweiligen Artikels. Nun ruft ihr täglich einmal eure Tabelle auf und tragt ein, welche Klamotten ihr getragen habt (beziehungsweise welche Konsumartikel ihr benutzt habt). Nun könnt ihr das Programm errechnen lassen, wie hoch die “Kosten pro Benutzung” waren.

Ein Beispiel: Wenn ihr euch eine Jeans für 60 Euro gekauft habt, diese aber nur drei Mal anzieht (weil ihr ja noch 20 andere Jeans im Schrank habt), dann liegen die Kosten pro Benutzung bei 20 Euro. Ganz schön viel, findet ihr nicht?

Dieses geniale Werkzeug habe ich auf dem Blog Konsumrebellion gefunden. Dort gibt es nicht nur die ausführliche Anleitung, sondern auch einen schönen Erfahrungsbericht.

Übertragen wir den Gedanken mal auf andere Lebensbereiche:

Wenn ich mir ein teures Werkzeug kaufe, welches ich durchschnittlich nur einmal pro Jahr benutze, wäre es wahrscheinlich günstiger (und ökologischer und platzsparender), wenn ich mir das entsprechende Werkzeug leihen würde.

Das Ganze funktioniert auch im Bereich Kosmetik: Öko-Kosmetik erscheint immer sehr teuer. Wenn ich mir mit meinem Öko-Shampoo für 3 Euro 30 Mal die Haare waschen kann, zahle ich 10 Cent pro Anwendung. Nun kann ich entscheiden, ob es mir das wert ist. Ebenso kann ich vergleichen, wie weit ich mit einem anderen Shampoo käme. Schließlich gibt es ergiebigere und weniger ergiebige Shampoos.

Ebenso könnte man in den Bereichen Hobby, Fortbewegungsmittel, Schmuck oder Dekoartikel vorgehen.

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