25/07/2012

Selbstversuch: Vegan leben – Teil 1

Ein paar Tage als Vegetarier zu leben, macht mir überhaupt nichts aus. Allerdings merke ich, dass ich durch dieses Verhalten automatisch mehr tierische Produkte wie Eier, Milch und vor allem Käse konsumiere. Plötzlich schmecken mir die Dinge doppelt gut, wenn sie mit Käse überbacken sind.

Ich denke, mein Körper braucht bestimmte Stoffe, die in Fleisch und Käse vorhanden sind. Bekommt er kein Fleisch, holt er sie sich über den Käse.

Nach etwa einer Woche habe ich dann Lust auf Fleisch. Doch reicht mir in der Regel eine Scheibe Wurst oder ein kleines Stückchen Fleisch, um diesen Hunger zu stillen. Ist es Gewohnheit? Oder fehlt meinem Körper tatsächlich irgendetwas? Ich weiß es nicht. Trotzdem ist es ok, einmal in der Woche minimal Fleisch zu konsumieren. Und außerdem ist es in Gesellschaft einfacher. Schließlich gibt es immer noch Restaurants und Familienfeiern, die kein vegetarisches Gericht zu bieten haben.

Für das Klima wäre es natürlich besser, komplett auf Fleisch zu verzichten!

Doch wie sieht es nun mit der veganen Ernährung aus? Eine vegane Mahlzeit zu produzieren, fällt mir nicht schwer. Da fallen mir als erstes ein paar leckere selbstgeschnibbelte Salate ein.

Wenn ich so darüber nachdenke, fällt mir auf, dass ich mehrmals in der Woche vegane Mahlzeiten zu mir nehme. Doch bisher habe ich nicht groß darüber nachgedacht.

Will ich meine veganen Mahlzeiten planen (um gezielt etwas für den Klimaschutz zu tun), so tun sich gleich ein paar vermeintliche Probleme auf. Ich brauche Ersatzprodukte.

Bio-Sojaprodukte sind teuer, aber auch sehr interessant. Der Sojavanillepudding gefällt mir außerordentlich gut und ist vielfältig einsetzbar. Mit frischen Früchten vermischt gibt er einen guten Kuchenbelag ab. Sojasahne hat mich weniger überzeugt. Mir scheint, als würde sie sich in Luft auflösen, sobald man sie im Mund hat. Und auch geschmacklich hat das nichts mehr mit der gewohnten Sahne zu tun.

Die Frage ist also: Geht es auch ohne Ersatzprodukte? Und siehe da: Ich habe tatsächlich einige vegane Rezepte im Repertoir. Ebenso ein paar Rezepte, die man einfach abändern könnte.

Einzelne vegane Mahlzeiten sind also kein Problem. Allerdings kriege ich es nicht auf die Reihe, mich einen ganzen Tag (oder gar eine ganze Woche) lang vegan zu ernähren.

Mein Körper verlangt dann nach den gewohnten Produkten. Ist es nur die Gewohnheit? Oder braucht mein Körper irgendetwas? Gerne würde ich wissen, was ihm denn genau fehlt. Denn dann könnte ich ein pflanzliches Ersatzprodukt suchen.

Wie geht es euch? Lebt ihr vegan oder vegetarisch? Wie reagiert euer Körper auf die vegane Ernährung?

Fortsetzung folgt…

02/08/2012

interessantes thema…mir geht es ganz genauso, ich habe mir schon öfter vorgenommen eine zeit lang vegan zu leben, aber spätestens nach ein, zwei tagen greife ich zu käse, eiern o.ä.
das hat sicher auch damit zu tun, dass ich beim kochen immer die familie berücksichtigen muss und die will nicht ohne sahne, käse, eier und würstchen.

es ist aber sicher nicht nur eine sache der gewöhnung. man muss vielleicht auch zuerst einmal das richtige ersatzprodukt finden, das den nährstoffbedarf passend deckt, dann fällt der verzicht sicher leichter.

ich glaube die auswirkungen einer veganen ernährung kann man erst spüren wenn man wirklich eine zeitlang ganz konsequent war.
liebe grüße,
liessi

liessi

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