24/06/2012

Tipp
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Tipp der Woche: kochen lernen

Viele meiner Ratschläge (wie zum beispiel “ernähr dich regional” oder “ernähr dich saisonal”) verpuffen wie von selbst, wenn man nicht kochen kann.

Immer wieder treffe ich auf Freunde, die mir stolz ihre neuesten Gerichte präsentieren: Zum Beispiel Fertig-Pfannkuchen, die nur noch in der Mirkowelle erhitzt werden müssen oder tiefgekühlte Torte, die nur noch aufgetaut werden muss.

Bei all dem Fertig-Zeugs gruselt es mich nicht nur wegen der Inhaltsstoffe, sondern auch wegen der damit einhergehenden Klimasünden. Zunächst mal ist dem Endverbraucher unklar, was er da überhaupt isst. Die Zutaten sind ihm unbekannt, mit E-Nummern weiß er nichts anzufangen. Außerdem hat er keine Ahnung, wo die einzelnen Zutaten herkommen. Wenn er dagegen einen frischen Salatkopf kaufen würde, wüsste er sehr wohl, aus welchem Land dieser stammt. Von saisonalen Lebensmitteln kann man bei Fertigkost überhaupt nicht sprechen. Auch ist dem Endverbraucher völlig unklar, welche Zutaten gelagert wurden, haltbar gemacht wurden, wie lange das Endprodukt gelagert wurde usw. Und zu guter Letzt kann niemand mehr nachvollziehen, wie viel Energie bei der Zubereitung gebraucht wurde.

Ein Fertigprodukt liefert also in erster Linie Unklarheit!

Ganz im Gegensatz zu selbstgekochter Nahrung. Wenn man alle Grundnahrungsmittel selbst anbaut oder bei regionalen Anbietern erwirbt, dürften sich die meisten Unklarheiten schnell auflösen. Jetzt fällt es viel leichter, regionale, saisonale Bio-Kost zu bevorzugen.

Darum würde ich allen Menschen empfehlen, kochen zu lernen. Ob im Kochkurs oder mit Hilfe eines guten Kochbuches. Insbesondere möchte ich darauf hinweisen, dass die einfachsten Rezepte oft die besten sind: Tomatensuppe, Kartoffelsuppe, Erbsensuppe, usw. Gewürzt mit ein paar frischen Kräutern von der Fensterbank sind diese Gerichte tausend mal besser als jedes Fertiggericht. Übrigens sind sie dann (in den meisten Fällen) auch günstiger und manchmal sogar schneller zubereitet.

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