13/05/2012

Tipp
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Tipp der Woche: Nähcafé

Zum Glück besitzen wir eine eigene Nähmaschine. Geerbt sozusagen. Ihr Alter macht mir gar nichts aus. Ich habe sie schon oft genutzt, um schnell mal etwas zu flicken, um etwas zu ändern oder um mir etwas Neues zu nähen. Das macht Spaß und ist umweltfreundlich.

Doch nicht jeder besitzt eine Nähmaschine. So landen kaputte Kleidungsstücke viel zu schnell im Müll… Schade.

Hier kommt die Lösung: Das Nähcafé! Ein Nähcafé funktioniert im Prinzip wie ein Internetcafé. Nur mit Nähmaschinen an Stelle von Computern.

Oftmals werden zwei Preisvarianten angeboten: Eine günstigere für den Selbermacher und eine etwas teurere für den unsicheren Anfänger, der noch ein wenig Anleitung benötigt. Obendrein werden wöchentlich stattfindende Nähkurse angeboten.

Gemeinsam nähen macht nicht nur Spaß, es ist auch überaus umweltfreundlich, Nähmaschinen gemeinschaftlich zu nutzen. Doch bleibt es nicht allein bei den Nähmaschinen: Zuschneidetische, Bügelmaschinen, Schnittmuster, Bücher und Zeitschriften können ebenfalls gemeinsam genutzt werden. Das ist wirklich genial, denkt man an all die ungenutzten Schnittmuster und Anleitungen, die man mitkauft, wenn man ein Nähbuch oder eine Nähzeitschrift für sich alleine kauft, um DAS eine T-shirt nachzunähen.

Und es kommt noch besser: Was macht man eigentlich mit all den Stoffresten, die sich mit der Zeit so ansammeln? Ich kenne jemanden, der hatte nach einigen Jahren intensiver Näherei einen ganzen Kleiderschrank voller Stoffreste. Im Nähcafé findet sich sicher jemand, der noch ein paar Reste für seine Patchworkdecke benötigt…

Nähcafés gibt es zum Beispiel in Berlin, Frankfurt, Kiel, Wiesbaden und Chemnitz. In anderen Städten werden Nähtreffs angeboten, die beispielsweise einmal wöchentlich stattfinden. Auch hier werden Nähmaschinen und andere Gerätschaften gestellt.

Schau doch mal nach, ob es auch in deiner Stadt ein Nähcafé gibt.

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