14/08/2011

Mein eigener Komposthaufen

Ein Komposthaufen ist kurz gesagt ein kleiner, meist durch Bretter oder ähnliches abgegrenzter Haufen, auf dem all die Küchenabfälle landen, die übers Jahr so anfallen. Das ist praktisch… und ganz nebenbei entsteht wertvolle Erde.

Doch wie legt man so einen Komposthaufen eigentlich richtig an?

Um Ärger mit dem Nachbarn zu vermeiden, ist ein Mindestabstand von 0,5 Metern zum Nachbargrundstück einzuhalten.

Aus Holzbrettern wird ein Rahmen gebaut. Bausätze gibt es in jedem Baumarkt, man kann aber auch einfach selber kreativ werden. Ganz unten werden Äste und Zweige eingefüllt, so dass eine gute Durchlüftung stattfinden kann. Darauf wird das zu kompostierende Material geschichtet.

Und was darf ich auf dem Komposthaufen entsorgen?

Grundsätzlich alle Küchenabfälle wie Kaffeesatz, Obst- und Gemüseschalen, Kerne und ähnliches, Mist von Stall- und Haustieren, sowie Gartenabfälle. Fleischreste gehören nicht auf den Komposthaufen, da sie unangenehm riechen können und Tiere wie Ratten und Füchse anlocken.

Wann ist der Kompost vollständig verrottet und wie komme ich an die Erde ran?

Die Verrottung dauert etwa ein Jahr. Somit ist es sinnvoll, den Kompost etwa einmal im Jahr umzuschichten. Bevor die Erde im Garten verteilt wird, sollte sie einmal durchgesiebt werden. (Bei diesem Vorgang findet man auch alle verschollenen Küchenmesser wieder.)

Wer besonders viel Platz hat, kann zwei Komposthaufen nebeneinander anlegen. Zunächst wird nur der erste Komposthaufen genutzt. Beim Umschichten werden die unverrotteten Teile auf den zweiten Komposthaufen geworfen. So fällt das Umschichten viel leichter. Anschließend benutzt man den zweiten Komposthaufen, bis wieder umgeschichtet wird.

Was habe ich davon?

Zunächst mal erhält man wertvolle Erde mit vielen Nährstoffen, die dem eigenen Garten zu Gute kommen.

In vielen Fällen wird die grüne Tonne überflüssig. Man kann also einiges an Müllgebühren sparen. Daneben bieten einige Städte weitere Gebührennachlässe, wenn man einene eigenen Komposthaufen besitzt.

Einige Städte bieten Fachberatung im Bereich Kompostierung an. Zum Teil sogar kostenlos! Andere Städte fördern die Eigenkompostierung durch Zuschüsse beim Kauf von Kompostbehältern.

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