16/06/2011

Selbstversuch: natürlicher Dünger

12 grüne Tomaten zähle ich nun auf meiner Fensterbank. Langsam kommen sich die Pflanzen ins Gehege. Der eine bekommt zu wenig Licht, der andere stößt am Fenster an und verliert vor Schreck ein paar Blätter. Irgendwo dazwischen wachsen unbekümmert die Radieschen. Denen scheint das alles egal zu sein.

Da ich meinen Pflanzen etwas Gutes tun möchte, dünge ich sie von Zeit zu Zeit. Natürlich nicht mit irgendwelchem gekauften Dünger. Dieser ist meist für Blumen gedacht, nicht für mein Fensterbankgemüse. Meine Pflanzen freuen sich mehr über kalten Kaffee, kalten Tee, Kaffeesatz, abgestandenes Mineralwasser oder das Wasser, in dem ich zuvor Eier oder Kartoffeln gekocht habe. Natürlich alles nur in Maßen! Für einen kleinen Blumentopf käme eine ganze Tasse Kaffee einer Überdosis gleich.

Doch es geht auch ohne Dünger. In der Erde bzw in der vor kurzem erworbenen Komposterde ist so ziemlich alles enthalten, was die Pflanzen zum wachsen benötigen.

Mein Basilikum wächst sehr langsam. Der Kopfsalat ist bis heute nicht aus der Erde gekommen. Das wird wohl nichts mehr… Frischen Salat bekomme ich nun von einer Freundin, die unerwarteten Salat-Erfolg in ihrem Hochbeet zu verzeichnen hat.

Neidisch bin ich auch auf all die Freunde, die jetzt Rhabarber und Erdbeeren im Garten ernten können.

Eine Freundin gab mir den Tipp, Rhabarber und andere Pflanzen bei ebay zu ersteigern. Das sei wesentlich günstiger. Außerdem habe sie dort bisher nur kräftige, gesunde Pflanzen erhalten. Was man von den Pflanzen aus dem Gartencenter nicht immer behaupten kann. Diese müssen in erster Linie gut aussehen. Und zwar beim Verkauf! Dort stehen die Blumen in voller Blüte und strahlen um die Wette. Ein schöner Anblick! Verführerisch für den Kunden. Da vergisst dieser schnell, dass die Blütenpracht zu Hause schnell verblühen kann. Es wäre sinnvoller, Blumen zu kaufen, die noch nicht aufgeblüht sind.

Aber für Blumen habe ich eh keinen Platz mehr ;-)

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