08/05/2011

Gedanken zum Müll

Überraschung: Der “Tipp der Woche” macht Pause. Stattdessen werde ich ab heute einmal wöchentlich Gedanken zum Thema “Müll” posten.

Wir alle produzieren Müll und haben täglich mit diesem Thema zu tun. Und trotzdem wird kaum über dieses Thema gesprochen. Das möchte ich ändern. Daher gibt es nun ab sofort jede Woche eine interessante Geschichte oder eine Idee rund um die Abfallwirtschaft und unseren Hausmüll. Wie immer gehe ich dabei gedanklich vom Endverbraucher aus. (Ihr müsst euch also nicht vor theoretischen Abhandlungen zur Abfallwirtschaft fürchten.)

Wenn ich an Müll denke, denke ich zunächst an meine Mülleimer, die ich in der Wohnung aufgestellt habe. Einen am Schreibtisch, einen am Werktisch und die Mülleimer in der Küche, wo direkt sortiert wird: Papier, Glas, gelber Sack, Kompost und Restmüll. All diese Mülleimer scheinen ständig voll zu sein. Manchmal stinken sie. Aber vor allem sind sie voll. So viel Müll. So viele Dinge, die ich besitze, aber nicht mehr brauche. Und einige von diesen Dingen waren nur sehr, sehr kurz in meinem Besitz. Einige habe ich schon beim Kauf nicht mehr benötigt. Zum Beispiel unnötige Verpackungen.

Mein Müll wandert in die Mülltonne, die in regelmäßigen Abständen abgeholt wird. Ich zahle meinen Beitrag dazu. Das ist alles. Es ist einfach, sauber und zuverlässig. Ich brauche mir keine Gedanken darum zu machen. Trotzdem frage ich mich, was aus all dem Müll wird. Ich sehe Filme, in denen gezeigt wird, wie der Müll verbrannt wird, wie Sondermüll in ferne Länder verschifft wird oder wie der Müll auf großen Deponien landet. Ich sehe Sortiermaschinen und frage mich, ob unsere Art der Sortierung wirklich Sinn macht. In unserer Umgebung gibt es eine Kork-Sammelstelle und eine CD-Sammelstelle. Doch nur sehr wenige wissen davon. Macht es Sinn, Kork und CDs getrennt zu entsorgen? Ich erinnere mich an einen lang vergangen Urlaub in Bayern, wo der Müll in mindestens 15 verschiedene Kategorien getrennt wurde. Andererseits gibt es Leute, die behaupten, der Restmüll und der Müll aus dem gelben Sack würden von der Müllabfuhr sowieso wieder zusammengeschmissen.

Manchmal frage ich mich, wie viel Müll ich wirklich produziere. Und ob ich meinen Müll nicht reduzieren könnte. Oder gar selber wiederverwenden könnte. Ich kenne einige Möglichkeiten dazu. Doch kann ich es wirklich schaffen, gar keinen Müll mehr zu produzieren?

Dann denke ich an die Behauptung, man könne die Müllabfuhr nicht abbestellen. Jedes Haus sei verpflichtet, eine blaue, eine graue und eine gelbe Tonne (bzw gelbe Säcke) zu benutzen. Stimmt daS?

Was wissen wir eigentlich über unseren Müll? Im Prinzip wissen wir nur, dass unsere Mülleimer immer voll sind, dass wir unseren Müll in unseren Mülltonnen entsorgen sollen und dabei eine Trennung vornehmen sollen und dass die Sache damit für uns erledigt ist. Das ist sehr wenig.

Ich mache mich auf, um mehr zu erfahren, das System zu hinterfragen und neue Lösungen für mich und meinen Müll zu finden.

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