23/02/2011

Selbstversuch: Leben ohne Strom – Teil 2

Einer eurer beliebtesten Artikel ist der Artikel “Leben ohne Strom”. Daher heute Teil 2.

Manchmal sind wir gezwungen ohne Strom zu leben. Zum Beispiel bei einem Stromausfall. Die kühle Jahreszeit verspricht Sturm und Schnee. Da könnte es zu unangenehmen Zwischenfällen kommen.

Wie bereitet man sich auf einen möglichen Stromausfall vor?

Zunächst einmal könnte ein Notstromaggregat eine Lösung sein. Auch Batterien helfen weiter.

Handbetriebene Geräte wie Kurbelradios können gute Dienste leisten. Ebenso solarbetriebene Geräte.

Fällt der Strom im Winter aus, so können die Lebensmittel draußen im Schnee gelagert werden. Kühlschrank und Gefriertruhe werden überflüssig.

Batteriebetrieben Taschenlampen und Kerzen sorgen für Licht. Mit Hilfe eines Campingkochers können kleinere Mahlzeiten zubereitet werden.

Ein Vorrat an Trinkwasser, Lebensmitteln, Gaskartuschen (für den Campingkocher) und Hygieneartikel ist sinnvoll.

Warme Kleidung und Decken ersetzen die Heizung. Wer einen Kamin hat, sollte genügend Brennholz bereithalten.

Bei einem Stromausfall fallen auch die Bankautomaten aus. Daher sollte man immer Bargeld im Haus haben.

Was können wir daraus lernen? Was können wir mitnehmen in ein klimafreundlicheres Leben?

Handbetriebene und solarbetriebene Geräte sind gut. Wir sollten sie im Alltag viel häufiger einsetzen.

Die Lebensmittel könnten bei Schnee und Kälte grundsätzlich draußen gelagert werden. Natürlich so, dass sie vor Tieren geschützt sind. Man stelle sich nur einmal vor, wie viel Energie gespart werden könnte, wenn alle Deutschen im Winter ihren Kühlschrank und ihre Tiefkühltruhe abschalten würden!

Auch ohne Stromausfall kann man sich im Winter druch warme Kleidung und Decken warm halten.

Früher mussten die Menschen ebenfalls ohne Strom auskommen. Wie lebte man damals?

Das Spielzeug der Kinder bestand aus Holz oder anderen einfachen Materialien. Computer, Fernseher, sprechende Puppen und andere Energiefresser gab es nicht.

Die Wäsche wurde nicht in der Waschmaschine gewaschen, sondern mit Hilfe eines Waschbretts. Sie wurde zum Trocknen aufgehängt. Einen Wäschetrockner gab es nicht.

Radio und CD-Spieler waren unbekannt. Man konnte selber singen. Vielleicht hatte man Musikinstrumente im Haus.

Statt der Kreissäge gab es eine Handsäge. Statt der Bohrmaschine einen Handbohrer.

Gekocht wurde über dem Feuer. Man zerkleinerte das Essen mit Hilfe eines Messers. Küchengeräte, Pürierstäbe und ähnliches gab es nicht.

Können wir diese Dinge in unseren Alltag übernehmen?

Das Spielzeug für die Kinder könnte durchaus wieder aus Holz sein. (Zumindest zum Teil.) Ich glaube, an dieser Stelle ließe sich viel Energie sparen!

Auch die Wäsche können wir so trocknen wie vor 100 Jahren.

Auch Musik könnten wir wieder selber machen. Weg mit den Stöpseln in den Ohren.

Handbetrieben Geräte funktionieren auch heute noch.

Diese beiden Beispiele zeigen uns, dass wir heute viel mehr Energie verbrauchen, als eigentlich nötig wäre. Es gibt viele mögliche Ansätze, um Energie zu sparen. Wir sehen diese Ansätze nur nicht mehr.

Wenn ich mir die Frage gestellt habe, welche Maßnahmen wir aus den genannten Beispielen in unseren Alltag übernehmen können, habe ich stets nur die Maßnahmen aufgezählt, die ohne große Anstrengungen und ohne große Umgewöhnungen verwirklicht werden könnten. Nehmen wir noch all die Möglichkeiten hinzu, die etwas mehr Mut und Zeit verlangen, so wäre noch viel mehr möglich!

Meine Idealvorstellung ist kein Leben ohne Strom. Aber ein Leben mit möglichst geringem Stromverbrauch. Ich bin der Meinung, dass man den Strom, den man selbst verbraucht, auch selbst erzeugen sollte. Zum Beispiel durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Auf diese Weise wären wir alle autark.

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Das könnte dich außerdem interessieren: Leben ohne Strom – Teil 1

13/04/2011

ersteinmal vielen dank anke!!
es ist schoen zu lesen, wie sich menschen gedanken darueber machen, das leben zu vereinfachen und es mit anderen teilen.
eins der hauptpunkte ist:
DAS LEBEN ZU VEREINFACHEN- denn eigentlich ist es nicht kompliziert…
all die ‘komplizierten’ anleitungen etwas hier und da zu sparen (energie, ressourcen, geld usw.) geben einen, fuer mich, ziemlich unangenehmen geschmack bei. (denn, wer will sich schon ‘einschraenken’??)
aber, es spiegelt leider exact das verhalten der meisten wieder. letzendlich will jeder etwas sparen- sei es energie oder auch geld.. und dabei ist DAS LEBEN SOOO REICHHALTIG.
wenn die menschen EHRLICH und POSITIV zu sich und seiner umwelt sind, kommt es zu keiner ausnutzung..nicht der natur und nicht des umfeldes..
… -sobald ich mir gedanken um ausbeutung und schulden mache, werden sie sehr schnell zur realitaet!!!- …

jetzt zum strom-’sparen’:
ich lebe seit ca 4 jahren komplett ohne kuehlschrank und seit ca 7 jahren ohne gefriertruhe.. und ich bin nicht verhungert!
die meisten lebens-(!?)mittel, die im kuehlschrank aufbewahrt werden, sind eh sehr energieaufwendig produziert und ernaehrungphysiologisch nich wertvoll. und ich denke, wenn man nur kauft was man benoetigt, rentiert sich ein kuehlschrank nicht.. und hier in deutschland ist es nicht sooo warm, als dass man eine geoeffnete milch nicht auch noch am zweiten tag trinken kann..
-aber, wie ich es kennengelernt habe, stellt man ALLES vorsichtshalber hinein.. man hat ja platz drin..
und dass z.b. die tomaten und der kaese meistens an geschmack verliert wird obendrein noch eingebuesst! …
leider ein sehr beliebtes altes thema:
die PHOTOVOLTAIKANLAGEN..
durch die produktion dieser platten wird enormer energieaufwand betrieben- und hier in deutschland ist es (fast) unmoeglich, diesen wieder durch eigene energiegewinnung wettzumachen.
wenn man in sonnigen gebieten wohnt, mag es sich rentieren, aber nicht in deutschland..
(und dann die entsorgung dieser hochtechnisierten anlagen…)
wieso nicht ein kleines windrad auf dem dach?? ..oder den bauern neben an nach erdwaerme-speicherung/energiegewinnung bitten?? es gibt mittlerweile viele alternativen zur ‘solarzelle’..
und, wie du schon erwaehnt hattest-
eigentlich brauch man kaum strom..
-da koennte ein kleiner, decorativer brunnen mit wasserrad im garten ausreichen…

vielen dank fuer all deine tollen denkanstoesse die du hier gibst!!! (sie mag dem einen oder anderen wirklich die aeuglein oeffnen :)

shtefi

shtefi

30/06/2012

Gut gemacht und danke für die guten Tips.

Noriko Calabro

07/07/2012

sehr gut, gerne mehr davon.

Dreama Stoff

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