06/01/2011

Selbstversuch: Ein Monat ohne Kühlschrank

Völlig unerwartet stolperte ich in den nächsten Selbstversuch: Eines Tages kamen seltsame Geräusche aus der Küche. Jede halbe Stunde war ein deutliches “Plop” zu hören. Doch erst, als die Kücher unter Wasser stand, wurde mir klar, woher dieses Geräusch stammte: Der untere Teil unserer Kühl-Gerier-Kombination hatte sich verabschiedet. Etwa zwei Tage später verließ uns auch der Kühlschrank. Ungelückliche Umstände führten dazu, dass es einen Monat dauerte, bis wir wieder einen Kühlschrank hatten.

Der Selbstversuch startete: In den ersten Tagen war es noch so kühl im Kühlschrank, dass wir ihn weiterhin als solchen benutzen konnten. Doch schon bald mussten wir uns umstellen. Die Milch stand nun neben dem Müsli, der Käse lag neben dem Brot, die Eier fanden ihren Platz neben dem Mehl, alle Regale wurden ein klein wenig voller. Wir starteten eine Testreihe: Wie lange hält sich Milch bei Raumtemperatur? Wie lange halten sich Eier? Und siehe da, alle Lebensmittel hielten sich auch ohne Kühlung. Lediglich der Käse machte uns Probleme. Wenn er nicht nach zwei Tagen verzehrt war, verwandelte er sich in einer klebrige, nicht mehr ganz so feste Masse.

Unser Fazit: Wer hätte das gedacht? Zumindest im Winter ist das Leben ohne Kühlschrank durchaus möglich. Es gibt fast keine Einschränkungen. Darum diente unser neuer Kühlschrank anfangs vor allem als Regal. Auf den Gefrierteil unserer Kühl-Gefrier-Kombination möchten wir jedoch nicht verzichten. Diesen Luxus gönnen wir uns weiterhin. Und so war es uns sehr wichtig, dass beide Teile unabhängig voneinander an- und ausgeschaltet werden können.

10/01/2011

Der Käse schmeckt weich am besten. Ich kenne Leute, die ihn aus dem Grund grade nicht im Kühlschrank aufbewahren.

petra

13/01/2011

Hallo Anke,
ich habe schon einmal vier Jahre ohne Kühlschrank gelebt. Im Winter war es einfach: da war das Treppenhaus mein Kühlschrank. Im Sommer habe ich mir eine Konstruktion aus zwei großen Tontöpfen gebastelt, die ineinandergestellt wurden, mit Sand dazwischen, der dann mit Wasser begossen wurde.
Das Wasser verdunstet, und innen entsteht Verdunstungskälte. Das reicht dicke für Gemüse und alles, was nur kühl und nicht ganz kalt sein muss. Die Butter habe ich in einer Schale aufbewahrt, die mit Wasser aufgefüllt wurde, so dass die Butter zwar weich, aber immer luftgeschützt war – klappte super.
Irgendwann war mir aber das viele Saubermachen zu viel (man muss sehr penibel sein wegen Schimmel), und seitdem habe ich einen kleinen Kühlschrank.
Viele Grüße! Bettina Busch

Bettina Busch

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