06/08/2014

Critical Mass

Immer wieder spreche ich mit Leuten, die gerne mit dem Rad zur Arbeit fahren würden, die sich aber gleichzeitig im Straßenverkehr untergebuttert fühlen.

Bei der “Critical Mass” handelt es sich um eine Protestform der Radfahrer gegenüber den Autofahrern: Viele Radfahrer treffen sich scheinbar zufällig zu gemeinsamen Radfahrten durch die Stadt. Das Besondere dabei ist, dass mehr als 15 Radfahrer, die eine zusammengehörige Gruppe bilden, nach § 27 StVO einen geschlossenen Verband bilden, welcher wie ein einzelnes Fahrzeug gilt und somit beispielsweise an einer Kreuzung in einem Zug rüberfahren darf, auch wenn die Ampel in der Zwischenzeit auf Rot umschaltet. Auf diese Weise behindert die “Critical Mass” natürlich die Autofahrer. So wie die Autofahrer sonst möglicherweise ein Hinderniss für die Radfahrer darstellen.

Schaut doch mal nach, ob sich die Radfahrer auch in eurer Stadt treffen, macht mit und zeigt den Autofahrern, dass ihnen die Straße nicht alleine gehört!

03/08/2014

Tipp
405

Tipp der Woche: Zeit statt Zeug

Das dritte Handy? Der sechste Schal? Das zehnte Parfüm? Bevor du das nächste Mal eines dieser Standardgeschenke verschenkst, lasst dich doch mal im Zeit-statt-Zeug-Shop dazu inspirieren, etwas einzigartiges zu verschenken: Zum Beispiel “eine Stunde vorlesen” statt eines neuen Buches. Oder bring jemandem stricken bei statt ihm einen neuen Pulli zu schenken.

30/07/2014

Leserfrage: Schnellkochtopf

Wenn ich erwähne, dass man mit einem Schnellkochtopf schnell und klimafreundlich (weil energiesparend) kochen kann, bekomme ich in der Regel die Antwort “nee, mit dieser Art zu kochen kann ich mich gar nicht anfreunden.”

Ich gebe zu, dass ich ebenfalls mit Startproblemen zu kämpfen hatte: Mal war das Essen noch nicht gar (weil ich zu ungeduldig war und nur mal schnell nachgucken wollte…), mal ist mir alles angebrannt…

Darum habe ich euch ein paar hilfreiche Internetseiten zusammengestellt:

Rezepte

Auf der Seite schnellkochen.de findet ihr viele interessante Rezepte. Darunter auch Gerichte, die ich niemals im Schnellkochtopf gemacht hätte. Zum Beispiel Milchreis. Warum eigentlich nicht…

Das brachte mich auf die Idee, Grießpudding im Schnellkochtopf zu versuchen. Laut Internet ist das problemlos möglich.

Natürlich findet man auch bei Chefkoch und Kochmeister diverse Rezepte.

Sicherheit

Nach “so kann ich nicht kochen”, folgt in der Regel der Einwand “das ist viel zu gefährlich”. Hartnäckig hält sich die Angst vor explodierenden Schnellkochtöpfen. Daher möchte ich an dieser Stelle auf den Blogbeitrag “Was kann zu einer Schnellkochtopf-Explosion führen?” von schnellkochtopf-rezepte.de hinweisen.

Ich habe sogar die Erfahrung gemacht, dass man seine Hand direkt in den entweichenden Dampf halten kann. Dieser wird bei modernen Schnellkochtöpfen nämlich so gut verwirbelt, dass er gar nicht mehr heiß ist. Es gibt also keinerlei Verbrennungsgefahr.

Damit ist der Schnellkochtopf genauso sicher oder unsicher wie jeder andere Topf. Er macht lediglich ein paar erschreckende Geräusche.

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Schnellkochtopf gemacht? Verratet ihr mir euer Lieblingsrezept? Kennt ihr weitere hilfreiche Schnellkochtopf-Internetseiten? Und welche Erfahrungen bezüglich möglicher Gefahren habt ihr mit dem Schnellkochtopf gemacht?

27/07/2014

Tipp
404

Tipp der Woche: Spiele aus Alltagsgegenständen

Heute stelle ich euch eine Reihe von Spielen vor, die man nur mit Hilfe von Alltagsgegenständen bauen, basteln oder zusammenstellen kann:

Puzzle aus Altpapier

Ihr nehmt die Rückseite eines alten Papieres oder eines Kartons (zum Beispiel einer Müsliverpackung) und zeichnet die Umrisse unterschiedlicher Alltagsgegenstände darauf. Zum Beispiel die Umrisse eines Bausteins, eines Löffels, einer Zahnbürste, eines Schuhs, eines Schlüssels, oder oder oder. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Das Blatt Papier und die Alltagsgegenstände bilden nun zusammen ein Puzzle, das ideal für Kleinkinder geeignet ist.

Murmelbahn aus Klopapierrollen

Klopapier- oder Küchenrollen werden mit etwas Klebeband an der Wand (in Kinderhöhe) festgeklebt, so dass eine einfache Murmelbahn entsteht. Ein alter Karton oder jedes beliebige andere Gefäß kann als Auffangbehälter dienen und zusätzlich für Klangeffekte sorgen, wenn die Murmeln darin landen. Für kleinere Kinder empfiehlt es sich, Tischtennisbälle statt Murmeln zu verwenden.

Was schwimmt?

Für dieses kleine Experiment füllt man eine große Schüssel oder eine Babybadewanne mit Wasser und reicht dem Kind unterschiedliche Materialien wie zum Beispiel Steine, Korken oder Tischtennisbälle. Der kleine Forscher darf nun herausfinden, welche Dinge schwimmen und welche untergehen.

Hörmemory

In alte Filmdosen, Überraschungseier oder ähnliche Gefäße werden Materialien wie Sand, Erbsen oder Pappstückchen eingefüllt. Wenn man in jeweils zwei Gefäße das gleiche Material einfüllt, erhält man im Handumdrehen ein Hörmemory.

Fühl doch mal

Unter einer Decke oder einem Tuch werden unterschiedliche Dinge (zum Beispiel verschiedene Früchte oder unterschiedliche Spielzeuge) versteckt. Das Kind muss nun unter die Decke bzw. das Tuch greifen und ertasten, was sich dort befindet.

23/07/2014

Fahrräder aus Autowracks

Das ist Upcycling für Fortgeschrittene: Der Spanier Franciso Cassis baut Fahrräder aus Autowracks. Mehr Informationen dazu erhaltet ihr hier.

20/07/2014

Tipp
403

Tipp der Woche: Eine To-Do-Liste anfertigen

Klimaschutz in den eigenen vier Wänden hört nie auf. Es gibt immer noch Dinge, die wir verbessern können. Leider gehen diese Dinge im Alltag oft unter und werden auf die lange Bank geschoben. Daher empfehle ich euch, eine To-Do-Liste zu schreiben. Ihr werdet sehen, dass auf eurer Liste auch ein paar Punkte zu finden sind, die ziemlich schnell umgesetzt werden könnten. Ist das nicht Motivation genug, die Sache einfach mal anzugehen?

Vielleicht mögt ihr eure To-Do-Liste gut sichtbar in eurer Wohnung aufhängen. So werdet ihr immer wieder daran erinnert, dass es noch etwas zu tun gibt…

18/05/2014

Tipp
402

Tipp der Woche: Für alle, die zu viele Klamotten kaufen

Auf das Klima zu achten, heißt auch, weniger zu konsumieren. Hier in Deutschland ist es (meiner Meinung nach) oft so, dass wir zu viele Klamotten kaufen. Dies mag insbesondere Frauen betreffen. Ich staune immer, wenn ich eine Schuhsammlung sehe, die mehr als 50 Paar Schuhe umfasst. Aber das scheint keine Seltenheit zu sein…

Falls ihr euch zufällig vorgenommen habt, in Zukunft weniger Klamotten zu kaufen, oder falls ihr eure Konsumgewohnheiten einfach mal überprüfen wollt, kommt hier das ultimative Werkzeug dafür!

Legt euch mit Hilfe eines Tabellenkalkulationsprogramms eine Tabelle an, in der ihr alle neuen Kleidungsstücke (oder andere Konsumartikel) eintragt. Notiert euch auch den Preis des jeweiligen Artikels. Nun ruft ihr täglich einmal eure Tabelle auf und tragt ein, welche Klamotten ihr getragen habt (beziehungsweise welche Konsumartikel ihr benutzt habt). Nun könnt ihr das Programm errechnen lassen, wie hoch die “Kosten pro Benutzung” waren.

Ein Beispiel: Wenn ihr euch eine Jeans für 60 Euro gekauft habt, diese aber nur drei Mal anzieht (weil ihr ja noch 20 andere Jeans im Schrank habt), dann liegen die Kosten pro Benutzung bei 20 Euro. Ganz schön viel, findet ihr nicht?

Dieses geniale Werkzeug habe ich auf dem Blog Konsumrebellion gefunden. Dort gibt es nicht nur die ausführliche Anleitung, sondern auch einen schönen Erfahrungsbericht.

Übertragen wir den Gedanken mal auf andere Lebensbereiche:

Wenn ich mir ein teures Werkzeug kaufe, welches ich durchschnittlich nur einmal pro Jahr benutze, wäre es wahrscheinlich günstiger (und ökologischer und platzsparender), wenn ich mir das entsprechende Werkzeug leihen würde.

Das Ganze funktioniert auch im Bereich Kosmetik: Öko-Kosmetik erscheint immer sehr teuer. Wenn ich mir mit meinem Öko-Shampoo für 3 Euro 30 Mal die Haare waschen kann, zahle ich 10 Cent pro Anwendung. Nun kann ich entscheiden, ob es mir das wert ist. Ebenso kann ich vergleichen, wie weit ich mit einem anderen Shampoo käme. Schließlich gibt es ergiebigere und weniger ergiebige Shampoos.

Ebenso könnte man in den Bereichen Hobby, Fortbewegungsmittel, Schmuck oder Dekoartikel vorgehen.

14/05/2014

Pfandtasche

Recyclingtaschen sind in. Es gibt sie in allen möglichen und unmöglichen Materialien. Wer nähen kann, hat es sicher schon einmal selbst probiert. Für all diejenigen, die nicht nähen können, gibt es hier eine tolle Anleitung. Gebastelt wird eine Pfandtasche aus alten Werbebannern (oder einem beliebigen anderen Material) und den Verschlusskappen von Pfandflaschen (als Alternative zu Nadel und Faden).

11/05/2014

Tipp
401

Tipp der Woche: Angebote der Verbraucherzentrale nutzen

Die Verbraucherzentrale ist ein wichtiger Partner in vielen Fragen rund um den Klimaschutz in den eigenen vier Wänden. Hier erhält man viele Tipps und kompetente Antworten auf all seine Fragen. Besonders toll finde ich die Möglichkeit, in der eigenen Verbraucherzentrale vor Ort Tipps zu regionalen Anbietern oder weiterführenden Angeboten zu bekommen. Viele Angebote der Verbraucherzentrale sind kostenlos. Andere sind für kleines Geld zu haben.

Ein paar Beispiele:

Der Basis-Energiespar-Check richtet sich an Mieter, Eigentümer und Vermieter. Der Energieberater der Verbraucherzentrale macht dazu vor Ort eine Bestandsaufnahme der Stromgeräte, beurteilt Strom- und Heizenergieverbrauch und stellt fest, wo man besonders viel einsparen könnte. Die Checkergebnisse und Handlungsempfehlungen erhält man anschließend sogar schriftlich. All das kostet lediglich 10 Euro.

Der Gebäude-Check richtet sich an Eigentümer und Vermieter. Es handelt sich hierbei um eine Erweiterung des Basis-Checks, in dem zusätzlich Außenwände, Fenster, Türen, Dach und Heizungsanlage überprüft werden. Der Gebäude-Check ist für nur 20 Euro zu haben.

Die Verbraucherzentrale bietet auch individuelle Beratungen zu Hause an. Mögliche Themen sind unter anderem Solarenergie, Förderprogramme, Wechsel des Energieversorgers oder der bauliche Wärmeschutz. Auch nach dieser Beratung erhält man ein schriftliches Kurzprotokoll mit Handlungsvorschlägen. Die Beratung kostet 45 Euro.

Doch es gibt auch Beratungen zum Nulltarif. So zum Beispiel den Online-Förderratgeber, der schnell und unkompliziert mögliche Förderprogramme für das jeweilige Vorhaben ausspuckt. Egal ob du die Fenster deines alten Hauses austauschen möchtest oder deinen Neubau mit einer Solaranlage ausstatten möchtest.

Solltest du dir unsicher sein, ob die Verbraucherzentrale dir wirklich weiterhelfen kann, ruf sie doch einfach mal unverbindlich und kostenlos an. Es lohnt sich!

06/05/2014

Film-Tipps

Aktuelle Film-Tipps findet ihr auf der Startseite der Homepage des Greenpeace Magazins in der linken Spalte unter “medien”.

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